UN-Generalsekretär Guterres besucht Haiti und entschuldigt sich für internationale Untätigkeit

UN-Generalsekretär António Guterres hat am Dienstag Haiti besucht, um sich mit den Auswirkungen der anhaltenden Bandengewalt auseinanderzusetzen. In Port-au-Prince traf er sich mit betroffenen Bürgern und äußerte sein Bedauern über die unzureichende internationale Hilfe in der Krisensituation des Landes.

Guterres betonte, dass die internationale Gemeinschaft versagt habe, Haiti in dieser kritischen Phase zu unterstützen. „Wir müssen die Verantwortung übernehmen, die wir gegenüber den Menschen in Haiti haben“, sagte er und forderte ein sofortiges Handeln.

Die Situation in Haiti ist alarmierend: In diesem Jahr wurden laut UN-Daten bereits 2.300 Menschen getötet und 100 weitere entführt. Kriminelle Banden kontrollieren weite Teile des Landes und verursachen täglich Gewalt und Unsicherheit.

Guterres kündigte an, dass ein neues „Gang-Suppressions-Team“ bald in Haiti eingesetzt werden soll, um gegen die gewalttätigen Gruppen vorzugehen. Er appellierte an die Weltgemeinschaft, sich stärker für die Stabilität in Haiti einzusetzen und die nötige Unterstützung bereitzustellen.

Quellen: NPR News, ZEIT Online, ARD Tagesschau