Die Anklage gegen Raúl Castro, den ehemaligen Präsidenten Kubas, steht offenbar kurz bevor. Laut Berichten der Trump-Regierung werden die Anklagen im Zusammenhang mit einem Vorfall aus dem Jahr 1996 erhoben, als kubanische Streitkräfte zwei zivile Flugzeuge der Organisation „Brothers to the Rescue“ abschossen. Diese Entwicklung ist Teil einer längerfristigen juristischen Auseinandersetzung, die seit über 30 Jahren im Gange ist.
Die Strafverfolgung wurde erstmals in den 1990er Jahren ins Leben gerufen, als Bundesanwälte in Miami die ersten Schritte zur Anklageerhebung einleiteten. Die bevorstehenden Anklagen werden als eine drastische Eskalation der US-amerikanischen Außenpolitik gegenüber dem kommunistischen Regime in Kuba angesehen. Viele Experten betrachten diese Maßnahme als Teil eines umfassenderen Drucks auf die kubanische Regierung, um Veränderungen in der politischen Landschaft der Insel zu bewirken.
Die Anklage könnte nicht nur die Beziehungen zwischen den USA und Kuba weiter belasten, sondern auch Auswirkungen auf die kubanische Diaspora in den Vereinigten Staaten haben, die sich in der Vergangenheit stark für die Menschenrechte und demokratische Reformen in Kuba eingesetzt hat.
Quellen: ZEIT Online, The Independent