Die australische Superannuation-Gesellschaft AustralianSuper hat ihre Investitionsstrategie geändert und ist nun der größte Investor in das Kohleunternehmen Whitehaven. Diese überraschende Kehrtwende erfolgt nur sechs Jahre nach der Ankündigung, dass das Portfolio des Fonds auf ein Netto-Null-Emissionsziel ausgerichtet sein sollte.
Die Entscheidung, wieder in Kohle zu investieren, hat in der Öffentlichkeit und unter Klimaschützern Besorgnis ausgelöst. Kritiker befürchten, dass solche Schritte die Fortschritte bei den Klimazielen Australiens gefährden und das Vertrauen in die Finanzinstitutionen untergraben könnten. AustralianSuper rechtfertigt den Schritt mit der Notwendigkeit, den Mitgliedern stabile Renditen zu bieten, auch in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld.
Die Rückkehr zu Kohleinvestitionen könnte auch Auswirkungen auf die politischen Diskussionen über Klimaschutz und erneuerbare Energien haben. Immer mehr Stimmen fordern von der Regierung klare Maßnahmen zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und zur Förderung nachhaltiger Alternativen.
Quellen: The Guardian