Die argentinische Abgeordnetenkammer hat einen Vorschlag des Politikers Javier Milei zur Reform des Zentralbankgesetzes unterstützt. Mit der Reform soll die Zentralbank daran gehindert werden, Geld zur Finanzierung des Schatzamtes zu drucken, was als Maßnahme zur Bekämpfung der hohen Inflation angesehen wird.
Der Gesetzesentwurf wurde von einer Mehrheit der Abgeordneten gebilligt und wird nun zur weiteren Diskussion an den Senat weitergeleitet. Die Reform hat jedoch zu einer hitzigen Debatte im Parlament geführt. Oppositionsabgeordnete kritisieren die Reform und bezeichnen sie als „Betrug“, der dazu dienen könnte, die Macht des derzeitigen Zentralbank-Gouverneurs Santiago Bausili zu festigen.
Die wirtschaftliche Situation in Argentinien ist angespannt, und die Regierung steht unter Druck, Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft zu ergreifen. Die Entscheidung der Abgeordnetenkammer zeigt, dass Mileis Vorschläge in Teilen des Parlaments Unterstützung finden, obwohl sie auf Widerstand bei der Opposition stoßen.
Die bevorstehenden Diskussionen im Senat werden entscheidend sein, um festzustellen, ob die Reform tatsächlich umgesetzt wird und welche Auswirkungen dies auf die argentinische Wirtschaft haben wird.
Quellen: Buenos Aires Times