Bolivien hebt Dieselsubventionen auf: Wirtschaftskrise verschärft sich

Die bolivianische Regierung hat beschlossen, die Dieselsubventionen für Großverbraucher abzuschaffen. Dies hat zu einer drastischen Erhöhung der Dieselpreise geführt, die sich nun auf etwa 1,56 US-Dollar pro Liter belaufen. Die Maßnahme wurde von der staatlichen Ölgesellschaft Yacimientos Petrolíferos Fiscales Bolivianos (YPFB) angekündigt, die gleichzeitig eine strukturelle Krise einräumte.

Präsident Rodrigo Paz hat als unmittelbare Reaktion auf die sich verschärfende wirtschaftliche Situation ein Notfallprogramm zur Schaffung von Arbeitsplätzen im Wert von 92,7 Millionen US-Dollar ins Leben gerufen. Dieser Schritt soll die negativen Auswirkungen der Preiserhöhung auf die Bevölkerung abmildern und die steigende Arbeitslosigkeit bekämpfen.

Die Abschaffung der Subventionen wird als notwendige Maßnahme gesehen, um die finanzielle Stabilität der YPFB zu sichern und die Abhängigkeit von staatlichen Hilfen zu reduzieren. Kritiker befürchten jedoch, dass die gestiegenen Treibstoffkosten die wirtschaftlichen Herausforderungen für Unternehmen und Verbraucher weiter verschärfen könnten.

Quellen: Rio Times Online