Die bolivianische Regierung hat kürzlich beschlossen, militärische Maßnahmen gegen die andauernden landesweiten Proteste zu ergreifen. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem die Proteste, die vor allem durch Unzufriedenheit mit der Regierungspolitik angefacht wurden, in den zweiten Monat eingetreten sind. Der neue Erlass erlaubt es den Streitkräften, verstärkt gegen die Blockaden vorzugehen, die das Land seit Wochen lahmlegen.
Die Proteste haben sich über das ganze Land ausgebreitet und betreffen wichtige Verkehrswege sowie die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern. Die Regierung unter Präsident Luis Arce sieht sich wachsender Kritik ausgesetzt, da die wirtschaftlichen Auswirkungen der Blockaden zunehmend spürbar werden. Der Einsatz des Militärs wird von Menschenrechtsorganisationen kritisch betrachtet, die vor einer Eskalation der Gewalt warnen.
In der Vergangenheit hatte Bolivien immer wieder mit politischen Unruhen zu kämpfen, doch die aktuelle Situation könnte sich weiter verschärfen, sollte die Regierung nicht auf die Forderungen der Protestierenden eingehen. Die Bevölkerung ist gespalten, wobei einige die Maßnahmen der Regierung unterstützen, während andere den Einsatz des Militärs als unverhältnismäßig betrachten.
Quellen: Rio Times Online, Al Jazeera English