In Bolivien hat Präsident Rodrigo Paz als Reaktion auf weitreichende Proteste in der Hauptstadt angekündigt, dass er und seine Minister ihre Gehälter um 50 % reduzieren werden. Diese Maßnahme, die am 25. Mai verkündet wurde, soll die Unruhen beruhigen, die durch die hohen Lebenshaltungskosten und die von der Regierung eingeführten Sparmaßnahmen ausgelöst wurden.
Seit Wochen gibt es in Bolivien Demonstrationen, bei denen es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei gekommen ist. Die Bevölkerung kritisiert vor allem die gestiegenen Kosten für Grundbedarfsartikel und die wirtschaftlichen Maßnahmen der Regierung, die das Land an den Rand einer wirtschaftlichen Krise gebracht haben.
Der Schritt des Präsidenten, sein Gehalt zu kürzen, wird als Versuch gesehen, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen und die Spannungen zu mindern. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahme ausreicht, um die Proteste zu beenden.
Quellen: France 24 – World, France 24 – Americas