ETA-Mitglied verletzt bei Erdbeben in Venezuela: Gericht lehnt Aufhebung der Haftanordnung ab

Der als ‚Txistu‘ bekannte ETA-Aussteiger Luis María Olalde, der seit Jahrzehnten in Venezuela lebt, wurde bei den jüngsten Erdbeben in dem südamerikanischen Land verletzt. Olalde wird des Mordes an zwei spanischen Zivilgardisten im Jahr 1979 beschuldigt und steht seit vielen Jahren auf der Fahndungsliste der spanischen Behörden.

Ein spanisches Gericht hat nun entschieden, die bestehende Haftanordnung gegen ihn nicht aufzuheben, trotz seiner Verletzungen und der humanitären Krise in Venezuela. Die Entscheidung des Gerichts spiegelt die Entschlossenheit der spanischen Justiz wider, ehemalige Mitglieder der ETA zur Rechenschaft zu ziehen, ungeachtet der aktuellen Umstände.

Olalde lebt seit den 1980er Jahren in Venezuela, wo er sich in der Vergangenheit dem Zugriff der spanischen Behörden entziehen konnte. Die jüngsten Erdbeben haben jedoch seine Situation verändert, da seine Verletzungen und die allgemeine Lage im Land seine Anonymität und Sicherheit gefährden könnten.

Die Ablehnung der Aufhebung der Haftanordnung zeigt, dass die spanischen Behörden weiterhin an einer Auslieferung Olaldes interessiert sind, um ihn für die ihm zur Last gelegten Taten zur Verantwortung zu ziehen. Die Situation wird sowohl in Spanien als auch in Venezuela aufmerksam verfolgt, da sie Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben könnte.

Quellen: El País – Americas