Kolumbianische Statistikbehörde nach umstrittenen Äußerungen des Direktors neu besetzt

In Kolumbien hat der Präsident Abelardo de la Espriella den Direktor der nationalen Statistikbehörde DANE, Ricardo Valencia, entlassen. Grund für die Entlassung war Valencias öffentliche Aussage, dass er keine Anomalien in den Arbeitsmarktdaten der vorherigen Regierung des ehemaligen Präsidenten Gustavo Petro gefunden habe. Diese Äußerung widerspricht den Vorwürfen der neuen Regierung, die behauptet hatte, dass die Statistiken manipuliert worden seien.

Der Pressesprecher des Präsidenten erklärte, dass Valencia entlassen wurde, weil er die politische Linie der aktuellen Regierung nicht unterstützt habe. Kritiker sehen in diesem Schritt eine mögliche politische Einflussnahme auf unabhängige Institutionen. Die Debatte über die Glaubwürdigkeit der Arbeitsmarktdaten und die Unabhängigkeit von staatlichen Institutionen gewinnt damit weiter an Brisanz.

Die Entlassung Valencias erfolgt in einer Zeit, in der Kolumbien mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist und verlässliche Daten für politische Entscheidungen von entscheidender Bedeutung sind. Die Opposition fordert nun Transparenz und eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe.

Quellen: Colombia Reports