Die Hoffnung auf Überlebende nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien schwindet zunehmend. Eine Woche nach dem verheerenden Ereignis konzentrieren sich die Rettungskräfte nun hauptsächlich auf die Bergung der Opfer. Die Zahl der Todesopfer ist auf über 290 gestiegen, und die wirtschaftlichen Schäden sind immens.
Inmitten dieser Krise hat Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella an die USA appelliert, die kürzlich verhängten Zölle auszusetzen, um den Wiederaufbau des Landes zu erleichtern. Der Präsident führte dazu ein zehnminütiges Telefonat mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Espriella argumentierte, dass die kolumbianischen Unternehmer in der aktuellen Lage besonders stark betroffen sind und eine Zollaussetzung die dringend benötigte Erleichterung bringen könnte.
Die Kosten für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben werden auf etwa 6,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Kolumbien steht somit vor einer enormen Herausforderung, die Infrastruktur wiederherzustellen und die Wirtschaft zu stabilisieren. Die Bitte an die USA, die Zölle auszusetzen, ist ein Versuch, internationale Unterstützung zu mobilisieren und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Naturkatastrophe zu mildern.
Quellen: El País – Americas, ARD Tagesschau – Ausland, ZEIT Online – Außenpolitik, Al Jazeera English