Neuer Haftbefehl gegen Evo Morales in Bolivien

Die bolivianische Staatsanwaltschaft hat einen neuen Haftbefehl gegen den ehemaligen Präsidenten Evo Morales erlassen. Morales, der von 2006 bis 2019 das Amt des Präsidenten innehatte, wird beschuldigt, in terroristische Aktivitäten und Aufstände verwickelt zu sein, die sich gegen den bolivianischen Staat richten. Diese Vorwürfe beziehen sich insbesondere auf die Proteste und Straßenblockaden, die im Mai und Juni dieses Jahres das Land erschütterten.

Morales, der sich derzeit im Ausland aufhält, zeigte sich gegenüber den Vorwürfen unbeeindruckt und bezeichnete sie als politisch motiviert. Er betonte, dass die Anschuldigungen Teil einer größeren Kampagne gegen ihn und seine Anhänger seien. Die Proteste, auf die sich die Anschuldigungen beziehen, wurden von vielen als Reaktion auf die wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen der aktuellen Regierung interpretiert.

In der Vergangenheit hat Morales wiederholt die bolivianische Regierung kritisiert und behauptet, dass diese durch ihre Politik das Leben der einfachen Bürger verschlechtere. Die Spannungen in Bolivien sind seit dem Rücktritt von Morales im Jahr 2019 angestiegen, als er nach umstrittenen Wahlen unter Druck von Sicherheitskräften und dem Militär ins Exil ging.

Quellen: Al Jazeera English, El País – Americas