Neues Verfahren im Fall Maradona: Sieben Ärzte stehen vor Gericht

In Argentinien wird der Tod von Fußballikone Diego Maradona erneut juristisch aufgearbeitet. Nachdem das vorherige Verfahren im vergangenen Jahr annulliert wurde, stehen ab diesem Dienstag sieben medizinische Fachkräfte wegen des Verdachts auf Tötungsdelikte vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, durch grobe Fahrlässigkeit und unzureichende medizinische Versorgung zum Tod Maradonas beigetragen zu haben.

Maradona verstarb im November 2020 im Alter von 60 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Die Ermittlungen ergaben, dass der ehemalige Fußballstar in den Wochen vor seinem Tod keine angemessene medizinische Betreuung erhalten hatte. Die Angeklagten, darunter Ärzte und Pflegekräfte, sollen ihre Pflichten schwer vernachlässigt haben.

Der Prozess ist von großer öffentlicher Bedeutung, da Maradona in Argentinien als Nationalheld verehrt wird. Fans und Angehörige erwarten eine umfassende Aufklärung der Umstände seines Todes. Die Verhandlung wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern und könnte zu einer der bedeutendsten juristischen Entscheidungen in der jüngeren Geschichte des Landes führen.

Quellen: El País – Americas