Die Präsidentschaftswahl in Peru ist nach einem logistischen Desaster auf Montag verlängert worden. In zahlreichen Wahllokalen fehlten am Sonntag die Wahlzettel oder die Computer fielen aus, was dazu führte, dass viele Wähler ihre Stimme nicht abgeben konnten. Die Wahlbehörde beschloss daraufhin, die Wahl um einen Tag zu verlängern – ein Schritt, der in der Geschichte des Landes bisher ohne Beispiel ist.
Die Polizei nahm zudem einen Wahlbeamten fest, der im Zusammenhang mit den Verzögerungen untersucht wird. Die Probleme bei der Wahl spiegeln die tiefen politischen und wirtschaftlichen Krisen wider, in denen Peru seit Jahren steckt. Die zunehmende Kriminalität und politische Instabilität haben das Vertrauen der Bevölkerung in die demokratischen Institutionen stark erschüttert.
Die Wahlbehörde arbeitet nun unter Hochdruck, um die Auszählung der Stimmen abzuschließen und das endgültige Ergebnis bekannt zu geben. Die bevorstehende Stichwahl am 7. Juni wird von vielen als entscheidend für die Zukunft des Landes angesehen.
Quellen: The Guardian, France 24