Proteste in Bolivien eskalieren: Regierung beschuldigt flüchtigen Ex-Präsidenten

In Bolivien spitzt sich die politische Lage dramatisch zu. Seit fast einem Monat dauern die Anti-Regierungsproteste an, die in einer Blockade der Hauptstadt La Paz gipfelten. Präsident Luis Arce bezeichnete die Situation als einen Punkt, an dem das Land ‚am Rande des Zusammenbruchs‘ stehe.

Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Präsident Arce und werfen seiner Regierung Korruption und Unvermögen vor. Die Spannungen haben sich verschärft, nachdem die Regierung den flüchtigen Ex-Präsidenten Evo Morales beschuldigt hat, die Unruhen zu orchestrieren. Morales, der nach seiner umstrittenen dritten Amtszeit im Jahr 2019 ins Exil ging, hat jegliche Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Proteste haben das öffentliche Leben in La Paz fast vollständig lahmgelegt. Straßenblockaden und Demonstrationszüge bestimmen das Stadtbild, während die Regierung mit Durchhalteparolen versucht, die Kontrolle zu behalten. Beobachter warnen, dass die Situation weiter eskalieren könnte, falls keine friedliche Lösung gefunden wird.

Quellen: France 24 – World, France 24 – Americas