Die politische Krise in Bolivien spitzt sich weiter zu. Seit mehr als sieben Wochen blockieren Demonstranten die Straßen des Landes und fordern den Rücktritt von Präsident Rodrigo Paz. Diese Proteste haben inzwischen zu mindestens 16 Todesfällen geführt. Die bolivianische Regierung hat nun die größte Gewerkschaft des Landes, die Bolivianische Arbeiterzentrale (COB), zu Verhandlungen eingeladen, um eine mögliche Lösung zu finden. Bis zum Mittwochnachmittag hatte die COB ihre Teilnahme an den Gesprächen noch nicht bestätigt.
Die Blockaden beeinträchtigen das öffentliche Leben erheblich, da wichtige Verkehrswege lahmgelegt sind und die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern erschwert wird. Die Demonstranten fordern neben dem Rücktritt des Präsidenten auch die Freilassung inhaftierter Gewerkschafter. Die Gespräche zwischen der Regierung und den Protestführern wurden mit Spannung erwartet, während die Straßenblockaden bald die 50-Tage-Marke erreichen.
Die bolivianische Regierung steht unter erheblichem Druck, eine Lösung zu finden, um die sozialen Spannungen abzubauen und die Ordnung im Land wiederherzustellen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen in Bolivien mit Besorgnis, da die anhaltenden Unruhen das Potenzial haben, sich weiter zu verschärfen.
Quellen: El País – Americas, Mercopress