In Berlin sorgt die angekündigte Kooperation zwischen Schulen und der Bundeswehr für hitzige Diskussionen. Schulsenatorin Astrid-Sabine Busse plant eine Vereinbarung, die eine verstärkte Zusammenarbeit in der politischen Bildung vorsieht. Dies stößt jedoch auf Widerstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die befürchtet, dass die Bundeswehr in Schulen ein falsches Signal sendet.
Die GEW äußert, dass es nicht nur um Bildung gehe, sondern um eine Militarisierung der Schulen. „Wir lehnen es ab, dass Soldaten in Schulen auftreten, um Schülerinnen und Schüler zu beeinflussen“, erklärt ein Sprecher der Gewerkschaft. Die Senatorin hingegen betont, dass die Zusammenarbeit ausschließlich Bildungsmöglichkeiten fördern und das Verständnis für die Bundeswehr stärken soll.
Die Debatte wird durch die geplanten Veranstaltungen, bei denen Soldaten vor Schülern auftreten sollen, angeheizt. Kritiker sehen darin eine gefährliche Entwicklung, die die Neutralität der Schulen gefährdet. Die Schulsenatorin wird sich in den kommenden Wochen mit den Bedenken auseinandersetzen müssen, während die GEW bereits zu Protestaktionen aufruft.
Quellen: Der Tagesspiegel