Ein weiterer Schlag für die Berliner Gastronomieszene: Die Kalle Halle in Neukölln, ein ambitioniertes Projekt mit zwölf kleinen Food-Ständen, hat nach nur zehn Monaten die Insolvenz angemeldet. Der Betreiber steht im Streit mit der Vermieterin – laut dieser wurde seit dem ersten Tag kein einziger Euro Miete gezahlt. Nun wurde der Mietvertrag fristlos gekündigt, und die Räumlichkeiten drohen zu schließen.
Die Kalle Halle wurde als urbaner Food-Court gefeiert, der regionale Köche und innovative Konzepte vereinen sollte. Doch offenbar scheiterte das Projekt am finanziellen Fundament. Der Betreiber argumentiert mit hohen Startkosten und schwacher Besucherfrequenz, während die Eigentümerin auf Schadensersatz pocht. Die Höhe der ausstehenden Forderungen liegt im siebenstelligen Bereich.
Die zwölf gastronomischen Mieter, darunter vegane Bäcker, Craft-Burger-Stände und Spezialitätenküchen, bangen nun um ihre Existenz. Einige suchen bereits nach Alternativen, andere hoffen auf eine Rettung durch Dritte oder städtische Unterstützung. Die Kalle Halle war Teil einer Reihe neuer urbaner Markthallen in Berlin – ihr Scheitern wirft Fragen auf über die Tragfähigkeit solcher Modelle in der angespannten Miet- und Wirtschaftslage der Hauptstadt.
Quellen: Der Tagesspiegel