UN-Sonderbeauftragte warnt vor Gefahren eines schwachen Multilateralismus für Libyen

Hanna Serwah Tetteh, Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs und Leiterin der UN-Supportmission in Libyen (UNSMIL), hat eindringlich vor den Risiken gewarnt, die von einem geschwächten globalen Multilateralismus für Länder in politischer und sozialer Instabilität ausgehen. In einer aktuellen Stellungnahme hob sie Libyen als Beispiel für einen Staat hervor, der auf internationale Zusammenarbeit angewiesen sei, um Frieden, Sicherheit und demokratische Institutionen wiederherzustellen.

Tetteh betonte, dass der Rückzug einiger globaler Akteure aus multilateralen Verpflichtungen nicht nur die Effektivität der Vereinten Nationen beeinträchtige, sondern auch den Fortschritt in postkonfliktlichen Gesellschaften wie Libyen gefährde. „Entwicklungs- und Krisenländer in Afrika sind am stärksten von der Stabilität des multilateralen Systems abhängig“, erklärte sie. „Wenn Institutionen wie die UN geschwächt werden, leiden vor allem diejenigen, die auf Schutz, humanitäre Hilfe und politische Begleitung angewiesen sind.“

Die libysche Bevölkerung erlebt seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 eine anhaltende politische Spaltung und wiederholte Konflikte zwischen rivalisierenden Regierungen und Milizen. Die UNSMIL spielt seit Jahren eine zentrale Rolle bei der Vermittlung, der Unterstützung von Wahlen und dem Schutz der Menschenrechte. Tettehs Mahnung richtet sich auch an die internationale Gemeinschaft, Libyen nicht zu vernachlässigen – gerade in einer Zeit globaler geopolitischer Verschiebungen.

Quellen: AllAfrica – Ghana