Drohnenalarm am Flughafen Leipzig: Sprengvorrichtung entdeckt – Bundes- und Landespolitik reagiert

Am späten Mittwochnachmittag hat ein schwerer Sicherheitsvorfall am Flughafen Leipzig/Halle für Aufregung gesorgt. Eine Drohne mit einer angeschlossenen Sprengvorrichtung wurde auf dem Gelände entdeckt, woraufhin umgehend Sicherheitskräfte alarmiert wurden. Der Vorfall löste bundesweite Besorgnis aus und führte zu einem sofortigen Einsatz von Spezialkräften zur Entschärfung.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CDU) unterbrach seinen Urlaub, um gemeinsam mit Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sowie weiteren Vertretern der Sicherheitsbehörden die Öffentlichkeit zu informieren. Bei der Pressekonferenz betonte Schuster die Brisanz der Lage: „Dies ist kein harmloser Drohnenflug, sondern ein gezielter Angriff auf kritische Infrastruktur.“

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft sowie der CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter forderten umgehend eine bundesweite Überprüfung der Drohnenabwehr. Kiesewetter sprach sich für eine Konsultation der NATO aus, da der Vorfall „eine neue Qualität der Bedrohungslage“ darstelle. Sicherheitsexperte Malte Roschinski bezeichnete den Einsatz der Drohne als „eine Art Eskalation“ und warnte vor der Nutzung solcher Technologien als Waffe auf deutschem Boden.

Trotz der intensiven Sicherheitsmaßnahmen betonte Herbert Saurugg, Präsident der Gesellschaft für Krisenvorsorge, dass „es keine hundertprozentige Sicherheit gibt“. Man müsse lernen, mit Restrisiken umzugehen. Die Ermittlungen zur Herkunft der Drohne und möglichen Tätern laufen auf Hochtouren. Der Flughafen Leipzig/Halle blieb vorübergehend für den Flugverkehr gesperrt.

Quellen: MDR – Nachrichten, Welt Online, Der Tagesspiegel, ntv – Nachrichten