Im Zuge des Wahlkampfs vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die CDU-Bundesspitze unter Unionsfraktionschef Thorsten Frei erneut jegliche Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen. Trotz Umfragen, die eine mögliche Mehrheit der AfD andeuten, betonte Frei, dass eine Koalition mit der Rechtspartei für die Union nicht infrage komme. Die Haltung unterstreicht die klare Linie der CDU im Umgang mit rechtspopulistischen Parteien – auch auf Kosten möglicher Regierungsbeteiligung.
Gleichzeitig hat die neu gegründete Partei BSW unter Sahra Wagenknecht den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt offensiv eröffnet. Wagenknecht nannte die Abwahl von Ministerpräsident Sven Schulze eine zentrale Forderung und verband dies mit einer scharfen Kritik an der Politik von CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz. „Seine Abwahl wäre das Ende von Merz’ desaströser Kanzlerschaft“, so Wagenknecht in einer Wahlkampfrede. Schulze selbst versucht derweil, durch Bürgergespräche Vertrauen zurückzugewinnen.
Die politische Landschaft in Sachsen-Anhalt bleibt damit hochgradig polarisiert. Während die AfD auf ein starkes Wahlergebnis hofft, positionieren sich CDU und BSW als entschiedene Gegenpole. Die kommenden Wochen könnten entscheidend dafür sein, ob es zu einer historischen Veränderung in der Landesregierung kommt.
Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen, Welt Online, ZEIT Online – Deutschland