Hunger und Unsicherheit: Finanzierungskürzungen treffen Flüchtlinge im Südsudan

Die humanitäre Lage für Flüchtlinge im Südsudan verschärft sich erheblich. Die Welternährungsorganisation (WFP) und weitere Hilfsorganisationen warnen, dass sinkende internationale Finanzierungen die lebenswichtige Versorgung mit Nahrung und Ernährungsbeihilfen gefährden. Betroffen sind vor allem Menschen, die vor dem Konflikt im Sudan geflohen sind und im Südsudan Zuflucht gesucht haben.

Die Schließung oder Reduzierung von Lebensmittelverteilungen zwingt viele Flüchtlinge in prekäre Überlebensstrategien – darunter Kinderarbeit, Zwangsheirat oder die Rückkehr in unsichere Herkunftsgebiete. Das WFP betont, dass die Kürzungen nicht nur kurzfristigen Hunger bedeuten, sondern auch langfristige Fortschritte bei der Stärkung der Selbstversorgung und Integration gefährden.

Der Südsudan selbst gehört zu den am stärksten von Instabilität und Armut betroffenen Ländern Afrikas. Die Aufnahme tausender neuer Flüchtlinge belastet die ohnehin schwachen Infrastrukturen. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, ihre Zusagen zur humanitären Unterstützung schnellstmöglich umzusetzen, um eine weitere Eskalation der Krise zu verhindern.

Quellen: WFP