Tshisekedi und Lourenço besprechen Lobito-Korridor als Motor für wirtschaftliche Souveränität

Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo (DRK), Félix Tshisekedi, hat am Mittwoch in Kinshasa betont, dass der Lobito-Korridor künftig als Instrument der wirtschaftlichen Souveränität seines Landes genutzt werden müsse. Bei einem privaten Treffen mit dem angolanischen Staatschef João Lourenço unterstrich Tshisekedi die Bedeutung der Infrastrukturkooperation zwischen beiden Ländern für den wirtschaftlichen Aufschwung der DRK.

Das Treffen in der kongolesischen Hauptstadt folgte auf die Abreise Lourenços aus Luanda, der eigens nach Kinshasa reiste, um die Unterzeichnung eines neuen Eisenbahnkonzessionsvertrags zu begleiten. Dieser Vertrag ist ein zentraler Baustein für die Entwicklung des Lobito-Korridors – einer multimodalen Transportroute, die von der Atlantikhafenstadt Lobito in Angola durch die DRK bis nach Sambia reicht und den Abbau und Export von Rohstoffen aus Zentralafrika beschleunigen soll.

Der Korridor gilt als Schlüsselprojekt für den Zugang der DRK zu internationalen Märkten, insbesondere für Kupfer und Kobalt aus der Provinz Haut-Katanga. Tshisekedi betonte, dass die DRK durch die Kontrolle und Beteiligung an dieser Infrastruktur ihre Abhängigkeit von Nachbarländern verringern und die eigene Wertschöpfungskette stärken könne. Beide Präsidenten vereinbarten, die Zusammenarbeit im Bereich Logistik, Grenzabfertigung und Sicherheit entlang der Strecke weiter zu intensivieren.

Quellen: ANGOP, AllAfrica – Southern Africa