Unter dem Motto „Liebe statt Hass“ zog am Samstagnachmittag ein bunter Demonstrationszug durch Königs Wusterhausen. Beim diesjährigen Christopher Street Day (CSD) machten rund 300 Menschen in bunten Outfits, mit Regenbogenfahnen und Schildern für Akzeptanz, sexuelle Selbstbestimmung und gesellschaftliche Vielfalt mobil. Das Ereignis stand unter besonderer Beobachtung, da rechtsextreme Gruppen zuvor eine Gegendemonstration angemeldet hatten.
Die Gegendemo blieb jedoch deutlich kleiner als befürchtet – lediglich etwa 20 Personen nahmen daran teil und wurden von einem massiven Polizeiaufgebot eingekesselt. Brandenburgs Innenminister Michael Redmann (SPD) zeigte sich erleichtert über den friedlichen Verlauf: „Die Demokratie steht stark – wenn Menschen mutig für ihre Rechte eintreten und der Staat Sicherheit garantiert.“
Organisator:innen betonten, dass der CSD in einer Kleinstadt wie Königs Wusterhausen besonders wichtig sei, um auch dort sichtbar zu machen, dass LSBTIQ*-feindlichkeit keinen Platz habe. „Wir wollen nicht nur in Berlin sichtbar sein, sondern auch hier im ländlichen Raum Präsenz zeigen“, sagte eine Aktivistin. Die Polizei sprach von einem kontrollierten Ablauf ohne größere Zwischenfälle. Der CSD in Brandenburg sendet damit ein klares Signal gegen Diskriminierung und für ein offenes Miteinander.
Quellen: Tagesspiegel