Die sudanesische Hauptstadt Khartoum befindet sich in einem zögerlichen und schwierigen Erholungsprozess nach mehr als drei Jahren intensiver Kämpfe zwischen rivalisierenden Militärfraktionen. Trotz vereinzelter Rückkehr von Zivilisten bleibt die Lage prekär: Augenzeugen berichten von weitgehend zerstörter Infrastruktur, fehlender Strom- und Wasserversorgung sowie unzureichendem Zugang zu medizinischer Versorgung und Lebensmitteln. Viele Gebäude liegen in Schutt und Asche, Straßen sind beschädigt oder durch Wracks blockiert.
Diejenigen, die nach Khartoum zurückkehren, stehen vor enormen Herausforderungen. Häuser sind unbewohnbar, Schulen und Krankenhäuser kaum funktionsfähig. Humanitäre Organisationen warnen, dass die Kapazitäten zur Unterstützung der Rückkehrer bei weitem nicht ausreichen. Die Sicherheitslage bleibt instabil, was den Wiederaufbau zusätzlich behindert. Experten betonen, dass ohne internationale Unterstützung und eine dauerhafte politische Lösung keine nachhaltige Stabilisierung möglich ist.
Hilfe dringend nötig
Internationale Hilfsagenturen rufen zu verstärkter finanzieller und logistischer Unterstützung auf, um grundlegende Dienstleistungen wiederherzustellen. Gleichzeitig mahnen Beobachter, dass der Wiederaufbau nicht nur physisch, sondern auch sozial und institutionell gelingen muss – mit Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen und unter Schutz der Zivilbevölkerung.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa