Die 21. Außerordentliche Sitzung der Versammlung der Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) findet derzeit in Luanda, Angola, statt. Bei dem Treffen stehen Maßnahmen zur Stärkung der Konfliktprävention und -lösung im Mittelpunkt der Beratungen. Unter den Teilnehmern ist auch Salah Ahmed Jama, der stellvertretende Ministerpräsident von Somalia, der die Delegation seines Landes anführt.
Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune betonte am Rande des Gipfels die Notwendigkeit, die operative Präsenz der AU auf dem afrikanischen Kontinent zu verstärken. In einer Rede, die vom algerischen Nachrichtenportal Algérie Presse Service zitiert wurde, plädierte Tebboune für eine konkrete und aktive Präsenz der Union vor Ort, um terroristische Gruppen und organisierte Kriminalität effektiver bekämpfen zu können. Er sprach sich für den Einsatz spezieller Vertreter des AU-Vorsitzes aus, um nicht nur militärische, sondern auch humanitäre Maßnahmen schneller umsetzen zu können.
Die Tagung in Luanda unterstreicht die wachsende Bedeutung Angolas als diplomatischer Akteur im Kontext der kontinentalen Sicherheitsarchitektur. Mit der Gastgeberrolle übernimmt das Land eine sichtbare Rolle in der Gestaltung der politischen Agenda der AU. Die Diskussionen zielen darauf ab, Mechanismen zur frühzeitigen Konfliktwarnung zu verbessern und die Kooperation zwischen Mitgliedstaaten zu intensivieren, um regionale Instabilitäten besser vorherzusehen und zu entschärfen.
Quellen: AllAfrica – North Africa, AllAfrica – East Africa