Somalia drängt auf Fortschritt bei Familien- und Kinderrechtsreformen

Die somalische Ministerin für Familie und menschliche Rechtsentwicklung, Khadija Mohamed Al-Makhzoumi, hat am Montag erneut vor dem Parlament Stellung bezogen und die Abgeordneten aufgefordert, die anstehenden Gesetzesentwürfe zum Familienrecht und zum Schutz von Kindern zügig weiterzubearbeiten. Bei der Anhörung in Mogadischu ging es um die Klärung von Fragen zu den geplanten Reformen, die unter anderem Ehe, Scheidung, Sorgerecht und den Schutz von Minderjährigen betreffen.

Die vorgeschlagenen Gesetze sollen traditionelle Praktiken, die Mädchen und Frauen benachteiligen, stärker regulieren und den rechtlichen Schutz von Kindern ausbauen. Al-Makhzoumi betonte, dass Somalia dringend moderne, rechtsstaatliche Rahmenbedingungen benötige, um die Rechte von Familien zu stärken und Kinder vor Ausbeutung, Zwangsehen und Gewalt zu schützen.

Parallel dazu hat auch die Nationale Unabhängige Menschenrechtskommission der Republik Somalia am selben Tag eine Sitzung in der Hauptstadt abgehalten, um die aktuelle Menschenrechtssituation im Land zu bewerten. Dabei wurden Prioritäten für den Ausbau der institutionellen Kapazitäten zur Durchsetzung von Grundrechten festgelegt.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa