Zunehmende ADHS-Diagnosen in Neuseeland: Experten warnen vor Unterdiagnose

In Neuseeland wird ein besorgniserregender Anstieg der Diagnosen von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) festgestellt. Während sowohl Kinder als auch Erwachsene betroffen sind, zeigen sich besonders hohe Zahlen bei Schulkindern und Beschäftigten im Berufsleben. Experten warnen, dass die tatsächliche Anzahl der Betroffenen möglicherweise wesentlich höher ist als die offiziellen Zahlen vermuten lassen.

Die steigende Zahl der Diagnosen könnte auf eine verstärkte Sensibilisierung für die Erkrankung zurückzuführen sein, doch gleichzeitig wird betont, dass viele Betroffene nicht die erforderliche Unterstützung erhalten. Insbesondere bei Mädchen und Frauen wird häufig übersehen, dass sie an ADHS leiden, da die Symptome weniger ausgeprägt oder andersartig auftreten können als bei ihren männlichen Altersgenossen.

Diese Unterdiagnose hat weitreichende Konsequenzen, da unbehandelte ADHS zu Schwierigkeiten in der Schule, im Berufsleben und im sozialen Umfeld führen kann. Experten fordern daher eine verbesserte Aufklärung und Diagnostik, um den Betroffenen rechtzeitig helfen zu können.