Gewalt an Berliner Grundschulen: Schulleiter fordern eiserne Konsequenz

An vielen Berliner Grundschulen verschärfen sich die Probleme mit Gewalt unter Schülern. Wie die F.A.Z. in Gesprächen mit Schulleitern erfuhr, kommt es immer häufiger zu körperlichen Auseinandersetzungen, Beleidigungen und Bedrohungen – teilweise bereits in der zweiten oder dritten Klasse. Ein Schulleiter aus Neukölln beschrieb die Lage als „nicht mehr tragbar“ und kritisierte das mangelnde Engagement vieler Eltern.

„Ich frage Eltern dann: ‚Wo ist denn Ihr Anteil?‘“, zitiert die F.A.Z. einen Schulleiter, der anonym bleiben möchte. Viele Pädagogen berichten, dass Eltern oft ablehnend reagieren, wenn ihre Kinder disziplinarische Maßnahmen erfahren. Stattdessen würden Lehrkräfte beschuldigt, das Verhalten der Kinder zu provozieren. „Die Autorität der Schule wird systematisch untergraben“, so ein weiterer Schulleiter aus Wedding.

Als einzige wirksame Lösung sehen viele Schulleiter „eiserne Konsequenz“: klare Regeln, sofortige Sanktionen und gegebenenfalls Ausschluss von der Schule. Gleichzeitig fordern sie mehr Unterstützung durch Schulsozialarbeiter und psychologische Beratung. Die Berliner Senatsverwaltung hat angekündigt, das Thema auf die nächste Bildungskonferenz zu setzen. Doch bislang fehlt ein flächendeckendes Konzept zur Deeskalation.

Quellen: FAZ Online, Der Tagesspiegel