VW-Werk Zwickau: Auto-Verband kritisiert Informationspolitik

Der Automobilverband Sachsen übt scharfe Kritik an der Informationspolitik des Volkswagen-Werks in Zwickau. Hintergrund sind Berichte über unklare Produktionspläne und fehlende Kommunikation zu künftigen Modellzuweisungen sowie der Transformation hin zur Elektromobilität. Der Verband fordert von der Unternehmensleitung mehr Transparenz gegenüber Beschäftigten, Zulieferern und der regionalen Wirtschaft.

„Die Region Zwickau lebt seit Jahrzehnten von der Automobilindustrie. Jede Unsicherheit über die Zukunft des Standorts wirkt sich direkt auf Tausende Arbeitsplätze und das gesamte regionale Ökosystem aus“, betonte der Verbandsvorsitzende. Insbesondere kleine und mittlere Zulieferbetriebe seien auf verlässliche Planungssicherheit angewiesen, um Investitionen zu tätigen und ihre Belegschaft zu sichern.

Das VW-Werk Zwickau ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in Sachsen und zentraler Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge des Konzerns, darunter der ID.3 und ID.4. Doch zuletzt häuften sich interne Unruhen und Sorgen unter den Beschäftigten, ob die geplanten Produktionsmengen langfristig aufrechterhalten werden können. Auch die Digitalisierung und Automatisierung schreite schneller voran als erwartet, was zu Beschäftigungsängsten führe.

Der sächsische Wirtschaftsminister begrüßte die Kritik des Verbands und rief Volkswagen zu einem intensiveren Dialog mit allen Beteiligten auf. „Der Freistaat steht für eine starke und innovative Automobilindustrie. Doch dafür braucht es Vertrauen und offene Kommunikation“, so das Ministerium in einer Stellungnahme.

Quellen: MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland