EU verurteilt feierliche Beisetzung von Ratko Mladic in Serbien

Die Beisetzung des ehemaligen bosnisch-serbischen Generals Ratko Mladic in Belgrad, die am 8. September 2026 stattfand, hat zu einer heftigen internationalen Kritik geführt. Mladic wurde wegen seiner Rolle im Völkermord von Srebrenica verurteilt und erhielt dennoch ein Begräbnis mit militärischen Ehren, an dem Tausende Menschen, darunter auch hochrangige serbische Politiker, teilnahmen.

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte sich schockiert über die Feierlichkeiten und betonte, dass diese im Widerspruch zu Serbiens Bestrebungen stehe, Mitglied der Europäischen Union zu werden. Sie bezeichnete die Ehrung Mladics als „Verherrlichung von Kriegsverbrechern“ und rief die serbische Regierung dazu auf, sich klar von solchen Taten zu distanzieren.

Experten argumentieren, dass die staatlich geförderte Trauerfeier nicht die Meinungen der gesamten serbischen Gesellschaft widerspiegele, sondern vielmehr ein verstörendes Signal sende. Kritiker befürchten, dass solche Ereignisse die Bemühungen um eine Versöhnung in der Region untergraben und tief verwurzelte Spannungen wieder aufleben lassen.

Die internationale Gemeinschaft, insbesondere die EU, sieht die Veranstaltung als einen Rückschlag für die Fortschritte in der Region und fordert Serbien auf, sich klar gegen Nationalismus und Extremismus zu positionieren.

Quellen: ARD Tagesschau, ZEIT Online