Die Staatsanwaltschaft in Montenegro hat ein Verfahren gegen einen serbisch-orthodoxen Bischof eingeleitet, der den verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladic für dessen „wunderbare und heilige Eigenschaften“ gepriesen hat. Diese Äußerungen wurden als Anstiftung zu nationalem, rassischem und religiösem Hass gewertet.
Der Bischof, dessen Name nicht genannt wurde, ist eine kontroverse Figur innerhalb der serbischen Orthodoxie und hat sich in der Vergangenheit wiederholt negativ über die politische Situation in der Region geäußert. Die Ermittlung erfolgt vor dem Hintergrund der jüngsten Beerdigung Mladics in Serbien, die international für Aufregung gesorgt hat.
Montenegro hat in der Vergangenheit immer wieder Spannungen mit Serbien erlebt, insbesondere aufgrund der Rolle der serbisch-orthodoxen Kirche in der Politik. Kritiker befürchten, dass solche Äußerungen die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiter belasten könnten.
Die serbische Regierung und die Kirche stehen in der Kritik, sich nicht ausreichend von den Taten Mladics zu distanzieren, was die Bemühungen um Versöhnung in der Region gefährden könnte.
Quellen: Balkan Insight, Euronews