Angesichts eines massiven Hackerangriffs auf die Berliner Verwaltung hat Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) angekündigt, die IT-Sicherheit der Landesbehörden deutlich auszubauen. Der Angriff einer bislang unbekannten Hackergruppe hatte zu einem erheblichen Datendiebstahl geführt, bei dem sensible personenbezogene Daten sowie interne Kommunikationsinhalte entwendet wurden. Die genauen Ausmaße der Attacke sind noch nicht vollständig geklärt.
Wegner betonte in einer Pressekonferenz am Dienstag, dass die Sicherheit der digitalen Infrastruktur nun höchste Priorität habe. „Wir dürfen nicht zulassen, dass kriminelle Akteure unsere Verwaltung lahmlegen oder Bürgerdaten missbrauchen“, so der Bürgermeister. Geplant seien unter anderem die Einführung von zentralen Sicherheitsstandards, regelmäßige Penetrationstests sowie eine stärkere personelle Aufstockung der IT-Sicherheitsabteilungen in allen Senatsverwaltungen.
Zudem soll eine neue Cyber-Schutzbehörde eingerichtet werden, die künftig Angriffe schneller erkennen und koordiniert reagieren kann. Auch die Schulung des Verwaltungspersonals im Umgang mit digitalen Risiken soll intensiviert werden. „Menschliches Versagen ist oft der schwächste Punkt“, erklärte ein IT-Experte aus dem Senatsumfeld.
Die Opposition kritisierte, dass die Warnungen von Fachleuten in den vergangenen Jahren ignoriert worden seien. „Es braucht mehr als nur Ankündigungen – es braucht Taten“, forderte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen. Die SPD mahnte zudem Transparenz an: „Die Berliner Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, welche Daten betroffen sind und wer dafür verantwortlich ist.“
Quellen: ntv – Nachrichten (DE, 08.09.2026 15:18)