Äthiopien baut seine heimische Produktion von Drohnen weiter aus: Wie Berichte der Agentur Agence France-Presse (AFP) belegen, sind mittlerweile zwei Fabriken im Land mit der Herstellung unbemannter Luftfahrzeuge (UAVs) für militärische und zivile Zwecke beschäftigt. Die Expansion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die äthiopische Bundesregierung zunehmend auf Drohnen in ihren militärischen Operationen gegen bewaffnete Gruppen in mehreren Regionen zurückgreift.
Technologischer Aufbruch im Sicherheitssektor
Die Drohnen werden sowohl für Aufklärungsmissionen als auch für gezielte Einsätze eingesetzt, insbesondere in den unruhigen Regionen Amhara und Oromia. Der Ausbau der heimischen Produktion gilt als strategischer Schritt, um die Abhängigkeit von ausländischen Rüstungslieferanten zu verringern und gleichzeitig die technologische Kapazität des Landes zu stärken. Bisherige Drohneneinsätze, etwa während des Konflikts im Tigray, hatten internationale Aufmerksamkeit und Kritik hinsichtlich der zivilen Opferzahlen auf sich gezogen.
Die Regierung betont, dass die neuen Fabriken auch zivile Anwendungen wie landwirtschaftliche Überwachung, Katastrophenmanagement und Infrastrukturinspektion unterstützen sollen. Dennoch bleibt der militärische Fokus unübersehbar, zumal die anhaltenden regionalen Spannungen einen hohen Bedarf an Überwachung und Eingreifmöglichkeiten schaffen. Beobachter warnen, dass der zunehmende Einsatz von Drohnen die Eskalationsrisiken in bestehenden Konflikten erhöhen könnte, wenn keine klaren Einsatzregeln etabliert werden.
Quellen: AllAfrica – East Africa, Addis Standard