50 chinesische Staatsbürger nach Onlinebetrug aus Madagaskar abgeschoben

Madagaskar hat 50 chinesische Staatsbürger, die im Zusammenhang mit organisierten Online-Betrugsnetzwerken verurteilt wurden, in die Volksrepublik China abgeschoben. Die Überstellung erfolgte im Rahmen bilateraler Justizkooperation, um die Strafvollstreckung in der Heimat des Verurteilten zu ermöglichen.

Die Gruppe war zuvor in Madagaskar festgenommen und rechtskräftig verurteilt worden, nachdem sie an betrügerischen Aktivitäten im Internet beteiligt war, darunter sogenannte „Sweepstakes“- und Investmentbetrüge, die über soziale Medien und Messaging-Plattformen abgewickelt wurden. Solche kriminellen Netzwerke nutzen oft schwache Regulierungsstrukturen in bestimmten Ländern, um internationale Opfer zu täuschen.

Die Abschiebung unterstreicht die zunehmende Zusammenarbeit zwischen afrikanischen Ländern und China bei der Bekämpfung transnationaler Cyberkriminalität. Peking hat in den letzten Jahren verstärkt Druck auf andere Staaten ausgeübt, chinesische Bürger, die im Ausland kriminelle Handlungen begehen, zurückzuführen, um die Strafverfolgung im Heimatland sicherzustellen.

Madagaskar gilt zunehmend als Umschlagplatz für digitale Kriminalität, insbesondere durch ausländische Gruppen, die sich der lokalen Infrastruktur und schwacher Überwachung bedienen. Die Regierung in Antananarivo bemüht sich seit mehreren Jahren, ihre Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung solcher Delikte zu stärken und internationale Kooperationen auszubauen.

Quellen: Africanews EN