Ghanas Vizepräsidentin fordert stärkere Investitionen in Jugendliche für Frieden in Westafrika

Ghanas Vizepräsidentin Professor Naana Jane Opoku-Agyemang hat einen dringenden Appell an Regierungen und internationale Partner gerichtet: mehr in die junge Generation Westafrikas zu investieren. Bei einer Rede in Accra betonte sie, dass Zugang zu qualitativer Bildung, beruflichen Fähigkeiten und menschenwürdigen Arbeitsplätzen entscheidend für Frieden und Stabilität in der Region seien.

„Jugendliche sind nicht die Zukunft – sie sind die Gegenwart“, sagte Opoku-Agyemang. „Wenn wir ihnen die Mittel geben, ihr Potenzial zu entfalten, verhindern wir nicht nur soziale Unruhen, sondern stärken die Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung.“ Sie warnte davor, dass strukturelle Benachteiligung, Arbeitslosigkeit und mangelnder Zugang zu Bildung junge Menschen anfällig für Radikalisierung und Kriminalität machen könnten.

Die Vizepräsidentin forderte konkrete Maßnahmen wie die Ausweitung beruflicher Bildungsprogramme, die Förderung von Start-ups und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch öffentliche und private Investitionen. Gleichzeitig appellierte sie an die Regionalorganisation ECOWAS, Jugendpolitik stärker in ihre Sicherheits- und Entwicklungsstrategien zu integrieren.

Die Botschaft wurde von zivilgesellschaftlichen Organisationen begrüßt, die seit Jahren auf die wachsende Kluft zwischen den Erwartungen der Jugend und den politischen Realitäten in der Region hinweisen. Experten sehen in der Bevölkerungspyramide Westafrikas mit ihrem hohen Anteil an unter 25-Jährigen eine Chance – sofern die notwendigen Investitionen getätigt werden.

Quellen: AllAfrica – Ghana