Weimarer Musikfestival feiert Revival der DDR-Subkultur

Ein besonderes kulturelles Ereignis zieht am heutigen Tag die Aufmerksamkeit auf Weimar: Das dreitägige Festival „Wir tanzen im Mikadowald“ eröffnet heute seine Bühnen und holt die rebellische Musikszene der späten DDR-Zeit zurück ins Rampenlicht. Fast 40 Jahre nach ihrem ursprünglichen Wirkens stehen Musiker aus der ehemaligen DDR-Subkultur erneut gemeinsam auf der Bühne – diesmal nicht im Untergrund, sondern als offiziell anerkannte kulturelle Bewegung.

Das Festival, das vom 11. bis 13. September im Kulturzentrum „Mikadowald“ stattfindet, vereint Konzerte, Lesungen und Diskussionsrunden. Es erinnert an die Zeit, in der Punk, New Wave und alternative Lebensentwürfe in der DDR oft von der Staatssicherheit beobachtet und unterdrückt wurden. Viele der beteiligten Künstler waren damals Teil des Widerstands durch Musik und künstlerischen Ausdruck.

„Es geht nicht um Nostalgie, sondern um Erinnerungskultur und die Kraft der Freiheit“, sagte einer der Organisatoren. Die Veranstaltung sei auch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte, aber vor allem eine Feier der kreativen Widerstandskraft. Das Interesse ist groß – zahlreiche Besucher aus ganz Thüringen und darüber hinaus werden erwartet.

Quellen: MDR – Nachrichten