Die somalische Bundesregierung hat erneut ihre Bereitschaft bekräftigt, Gespräche mit oppositionellen Kräften aufzunehmen, um anhaltende politische Spannungen abzubauen. Insbesondere im Hinblick auf die geplanten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Jahr 2027 sowie strittige verfassungsrechtliche Fragen solle ein nationaler Konsens angestrebt werden, erklärte Informationsminister Abdifatah Qasim am Freitag in Mogadischu.
Qasim betonte, dass die Tür für einen konstruktiven Dialog weiterhin offen stehe. Die Regierung setze auf friedliche und institutionelle Wege, um Meinungsverschiedenheiten auszuräumen und das Vertrauen zwischen den politischen Akteuren zu stärken. Die bevorstehenden Wahlen gelten als entscheidender Meilenstein für die demokratische Entwicklung des Landes, das nach jahrzehntelanger Instabilität langsam institutionelle Strukturen aufbaut.
Die Opposition hatte in der Vergangenheit wiederholt Bedenken hinsichtlich der Wahlvorbereitungen, der Transparenz und der Einhaltung demokratischer Standards geäußert. Internationale Partner Somalias, darunter die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen, haben zuvor zur Zusammenarbeit aufgerufen und Unterstützung bei der Organisation freier und fairer Wahlen zugesagt.
Ob und wann konkrete Verhandlungen stattfinden werden, blieb zunächst unklar. Beobachter sehen jedoch in der erneuten Gesprächsofferte einen wichtigen Schritt zur Deeskalation und zur Stärkung des politischen Friedensprozesses im ostafrikanischen Land.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa