Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: CDU kämpft um Überleben, AfD holt auf

Die Spannung vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern steigt – und mit ihr die Sorge der CDU um ihre politische Zukunft im Nordosten. Laut aktuellen Umfragen droht der Partei ein Ergebnis unter fünf Prozent, was einem historischen Tiefpunkt gleichkäme. Der CDU-Kandidat vor Ort grenzt sich inzwischen deutlich von der Bundesregierung unter Friedrich Merz ab und betont, dass es bei der Wahl um Landespolitik gehe. Doch offenbar verpufft diese Botschaft: Die Unzufriedenheit mit der Berliner Politik schwappt über und belastet auch die regionalen Kandidaten.

Währenddessen sieht sich Amtsinhaberin Manuela Schwesig (SPD) mit einem unerwarteten Herausforderer konfrontiert: der AfD. Diese holt in den Umfragen stark auf und könnte nach ihrem Erfolg in Sachsen-Anhalt auch in Mecklenburg-Vorpommern eine zentrale Rolle spielen. Schwesig macht die Bundesregierung für den Aufschwung der Rechtspopulisten mitverantwortlich – insbesondere durch hohe Spritpreise, die vor allem ländliche Regionen belasteten. „Hätte man auf mich gehört, wäre die Lage anders“, kritisierte sie.

Die Lage in Schwerin könnte nach der Wahl äußerst kompliziert werden. Die Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem kaum eine Partei eine klare Mehrheit erreichen dürfte. Sowohl Große Koalitionen als auch Ampel- oder Jamaica-Konstellationen erscheinen rechnerisch möglich, doch die politische Kluft zwischen den Lagern ist groß. Besonders die Frage, ob mit der AfD verhandelt wird, bleibt tabu – und könnte die Regierungsbildung monatelang verzögern.

Quellen: ntv – Nachrichten, Spiegel Online – Deutschland, T-Online Nachrichten, Der Tagesspiegel