Ein Fan-Auftritt von Anhängern des Fußballclubs Hansa Rostock nach einem Auswärtsspiel in England sorgt für bundesweite Empörung. Auf mehreren Fotos ist eine verbotene Hakenkreuz-Fahne zu sehen, die von einer Gruppe Fans gehisst wurde. Die Staatsanwaltschaft in Rostock hat daraufhin Ermittlungen wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen eingeleitet. Die Polizei sucht nun gezielt nach den abgebildeten Personen, um sie strafrechtlich zu verfolgen.
Besonders brisant: Der Militärische Abschirmdienst (MAD) prüft, ob Bundeswehrsoldaten an dem Vorfall beteiligt waren. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies ein schwerer Fall von extremistischer Infiltration innerhalb der Streitkräfte. Der MAD hat bereits ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit bei rechtsextremen Szenen registriert, doch eine direkte Verbindung zwischen aktiven Soldaten und der Hooligan-Szene wäre neu und alarmierend.
Der FC Hansa Rostock distanzierte sich umgehend von den Taten der Fans und betonte sein Engagement gegen Rechtsextremismus. „Solches Verhalten hat bei uns keinen Platz“, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. Dennoch wirft der Vorfall ein schlechtes Licht auf die seit Jahren bekannte Hooligan-Szene rund um den Verein. Die Stadt Rostock und die Landesregierung fordern nun schärfere Maßnahmen zur Kontrolle von Fanreisen ins Ausland, um zukünftige Eskalationen zu verhindern.
Quellen: ntv – Nachrichten, Welt Online, Der Tagesspiegel, Spiegel Online – Schlagzeilen