Bei einer Razzia in einem niederländischen Hafen ist Kokain im Wert von rund 225 Millionen Euro aus einem Container aus Ghana beschlagnahmt worden. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, waren die Drogen zwischen Plastikmüll versteckt, der offiziell aus Ghana stammte und nach Holland geliefert werden sollte. Die Ermittler vermuten hinter dem Schmuggel das internationale Netzwerk des mutmaßlichen Drogenhändlers „Bolle Jos“, der zu den meistgesuchten Köpfen der europäischen Drogenkriminalität zählt.
Die Entdeckung wirft erneut ein Schlaglicht auf die Rolle Westafrikas als Transitregion für Drogen aus Südamerika in Richtung Europa. Ghana gilt dabei als zunehmend genutzter Umschlagplatz, da die dortigen Hafenanlagen oft nur lückenhaft kontrolliert werden. Die enge Verflechtung krimineller Netzwerke zwischen Lateinamerika, Westafrika und Europa erschwert die Bekämpfung des Schmuggels erheblich.
Die Behörden in den Niederlanden arbeiten eng mit internationalen Partnern zusammen, um die Hintermänner des Schmuggels zu identifizieren. Die Identität von „Bolle Jos“ ist bislang nicht offiziell bestätigt, doch wird ihm eine führende Rolle in mehreren Drogenorganisationen zugeschrieben. Die jüngste Beschlagnahmung zählt zu den größten in der europäischen Drogenbekämpfungsgeschichte.
Quellen: FAZ Online (DE, 11.09.2026 13:11)