Afrikanische Union kehrt nach Khartoum zurück – Symbolischer Schritt hin zu Stabilität

Die Afrikanische Union (AU) hat einen wichtigen diplomatischen Schritt in Richtung Frieden im Sudan unternommen, indem sie ihr Liaisonbüro in Khartoum offiziell wiedereröffnet hat. Der Besuch einer Delegation von AU-Botschaftern sowie Mitgliedern des Afrikanischen Rates für Frieden und Sicherheit wurde vom sudanesischen Außenminister Mohi-Eddin Salem als „historisch“ bezeichnet. Er betonte, dass die Reise der AU-Vertreter nach der Befreiung der Hauptstadt und der Niederlage der als „terroristisch“ bezeichneten Miliz stattfinde und das Wiederherstellen von Sicherheit und Stabilität symbolisiere.

Diplomatische Rückendeckung für Übergangsregierung

Die Rückkehr der AU nach Khartoum markiert eine Wiederbelebung regionaler Diplomatie nach Monaten der Isolation während der schweren Konflikte zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces (RSF). Die Wiedereröffnung des Büros biete, wie Analysten betonen, eine schmale, aber reale Chance, einen dauerhaften Waffenstillstand zu fördern. Die AU könnte künftig eine zentrale Rolle bei Vermittlungsprozessen, humanitären Koordinationen und politischen Reformen spielen.

AU als Schlüsselakteur im Friedensprozess?

Experten sehen in der Präsenz der AU nun eine Möglichkeit, Vertrauen zwischen den Konfliktparteien aufzubauen und internationale Unterstützung zu bündeln. Die Organisation verfügt über regionale Glaubwürdigkeit und Zugang zu politischen Netzwerken, die für einen stabilen Übergang entscheidend sein könnten. Dennoch bleibt die Lage fragil: Trotz der Behauptung der Regierung über die „Befreiung“ Khartoums gibt es Berichte über anhaltende Spannungen in anderen Regionen des Landes.

Quellen: Premium Times Nigeria, AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa