Sudan wirft RSF systematische Zerstörung der Wirtschaft vor

Hohe Vertreter der sudanesischen Übergangsregierung haben die Afrikanische Union aufgefordert, eine konstruktive und klare Position gegenüber den Rapid Support Forces (RSF) einzunehmen. Finanzminister Dr. Gebreil Ibrahim erklärte, dass der von den RSF entfesselte Krieg tiefgreifende wirtschaftliche Schäden hinterlassen habe. Neben den menschlichen Verlusten und der erzwungenen Vertreibung Tausender Bürger hätten die Kämpfe auch die wirtschaftliche Basis des Landes schwer beschädigt.

Massive Infrastrukturzerstörung und Verluste im Bildungssektor

Laut Minister Ibrahim beschränken sich die Schäden nicht auf militärische Ziele, sondern erstrecken sich auf zivile Infrastruktur, darunter Straßen, Brücken, Energieanlagen und Produktionsstätten. Auch der Sektor für höhere Bildung sei massiv betroffen: Mehrere Universitäten seien zerstört oder außer Betrieb gesetzt worden. Der Verlust an akademischem Kapital und Forschungseinrichtungen stelle eine langfristige Bedrohung für die Entwicklung des Landes dar.

Forderung nach internationaler Rechenschaft

Minister aus den Bereichen Finanzen, Bildung und Bergbau betonten gemeinsam, dass die RSF für die systematische Zerstörung des wirtschaftlichen und sozialen Gefüges des Sudans zur Rechenschaft gezogen werden müsse. Sie forderten die AU auf, diese Verbrechen in ihre Friedensstrategie einzubeziehen und Sanktionen oder strafrechtliche Maßnahmen gegen die Verantwortlichen zu unterstützen. Ohne Gerechtigkeit und Wiedergutmachung sei ein dauerhafter Frieden nicht möglich, hieß es.

Quellen: AllAfrica – East Africa