Im sudanesischen Bundesstaat Blue Nile eskaliert eine Epidemie von Dengue-Fieber. Eine zivile Gesellschaftsinitiative hat einen umfassenden öffentlichen Gesundheitsnotstand für den gesamten Staat gefordert. Um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, soll die Hauptstadt Ed Damazin für mindestens eine Woche geschlossen werden, um umfassende Desinfektions- und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.
Laut der Initiative wurden bereits rund 4.000 Fälle von Dengue-Fieber registriert, darunter mindestens zwei Todesfälle. Dengue, eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, verursacht hohes Fieber, starke Schmerzen und in schweren Fällen lebensbedrohliche Komplikationen. Die Gesundheitssysteme im Staat sind durch den andauernden Konflikt und die Zerstörung von Infrastruktur bereits stark geschwächt.
Die Behörden stehen unter Druck, rasch zu reagieren. Internationale Gesundheitsorganisationen werden um Unterstützung gebeten, doch der Zugang zu medizinischem Personal und Material bleibt begrenzt. Experten warnen, dass ohne sofortige Maßnahmen die Zahl der Infektionen weiter stark ansteigen könnte – besonders in dicht besiedelten urbanen Gebieten wie Ed Damazin.
Quellen: AllAfrica – East Africa