In den Vertriebenenlagern der sudanesischen Region Darfur hat sich die humanitäre Lage weiter verschlechtert. Die General Coordination of Camps for the Displaced and Refugees in Darfur warnt vor einer katastrophalen Entwicklung in den Lagern, insbesondere im Norden der Region. Laut Angaben des Generalkoordinators Yagoub Furi fehlt es in fast allen Lagern des Nord-Darfur – mit Ausnahme von Tawila – an grundlegenden Lebensmitteln, Trinkwasser, medizinischer Versorgung und Hygieneeinrichtungen.
Furi berichtete im Gespräch mit Radio Dabanga von steigenden Erkrankungen, Unterernährung und einem fortschreitenden Zusammenbruch der Versorgungsstrukturen. Die anhaltenden Kämpfe zwischen rivalisierenden Milizen und staatlichen Kräften erschweren zudem die Lieferung von Hilfsgütern. Internationale Hilfsorganisationen haben nur eingeschränkten Zugang, während die Bevölkerung in den Lagern zunehmend isoliert ist.
Die Warnung unterstreicht erneut die dramatischen Folgen des andauernden Konflikts im Sudan, der seit über einem Jahr Millionen von Menschen zur Flucht gezwungen hat. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, dringende Unterstützung zu leisten, um eine weitere Verschärfung der Krise zu verhindern.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Latest