Die ghanaische Regierung arbeitet an einem neuen politischen Rahmen, um die Mittel aus inaktiven oder sogenannten „dormanten“ Bankkonten für die nationale Entwicklung zu nutzen. Wie Finanzminister Dr. Cassiel Ato Forson bekannt gab, soll ein regulierter Ansatz sicherstellen, dass die ungenutzten Guthaben verantwortungsvoll eingesetzt werden, während gleichzeitig die Rechte der ursprünglichen Kontoinhaber gewahrt bleiben.
Die Initiative zielt darauf ab, finanzielle Ressourcen zu mobilisieren, die derzeit in Konten liegen, die über längere Zeiträume nicht mehr aktiviert wurden. Laut Forson wird der Staat dabei eine Balance zwischen der Nutzung dieser Mittel für öffentliche Investitionen und dem Schutz individueller Eigentumsrechte schaffen. Konkrete Pläne zur Identifizierung und Verwaltung dieser Konten sollen in Kürze vorgestellt werden.
Die Maßnahme könnte erhebliche finanzielle Spielräume eröffnen, insbesondere in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte. Experten sehen darin eine Chance, verlorene oder vergessene Vermögen systematisch zu erfassen und gezielt in Infrastruktur, Bildung oder Gesundheit zu investieren. Gleichzeitig wird betont, dass niemand sein Recht auf Rückforderung verlieren soll – die Transparenz des Prozesses stehe im Vordergrund.
Quellen: Ghanaian Times