Gouverneur fordert gemeinsame Sicherheitsstrategie gegen Eskalation in Zentralnigeria

Der Gouverneur des nigerianischen Plateau State, Caleb Mutfwang, hat am Montag eine koordinierte regionale Sicherheitsstrategie gefordert, um der eskalierenden Gewalt in der Zone North Central wirksam zu begegnen. Bei einer öffentlichen Stellungnahme betonte er, dass anhaltende Angriffe auf Gemeinden nicht nur humanitäre Tragödien seien, sondern zunehmend die territoriale Integrität und Souveränität Nigerias bedrohten.

Mutfwang verwies auf eine Serie schwerer Übergriffe, die in jüngster Zeit mehrere Bundesstaaten der Region erschüttert haben. Besonders betroffen sind ländliche Gebiete, in denen bewaffnete Gruppen immer wieder Dörfer attackieren, Menschen töten oder verschleppen und Infrastruktur zerstören. Der Gouverneur plädierte dafür, über isolierte lokale Maßnahmen hinauszugehen und stattdessen einen vernetzten Ansatz mit gemeinsamen Einsatzkräften, Informationsaustausch und grenzüberschreitender Kooperation zu etablieren.

Zuletzt haben auch Bildungseinrichtungen unter der Gewalt gelitten: In Askira-Uba, Bundesstaat Borno, mussten 20 Primarschulen nach einem Sicherheitsvorfall schließen, während laut offiziellen Angaben noch 80 Schüler in Geiselhaft sind. Die Lage verdeutlicht die Dringlichkeit von Mutfwangs Appell, der sich direkt an Bundessicherheitsbehörden und benachbarte Landesregierungen richtet. Ohne rasche und gemeinsame Maßnahmen könnte sich die Instabilität weiter ausbreiten.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria