Ein Federal High Court in Lagos hat die Nigerian Midstream and Downstream Petroleum Regulatory Authority (NMDPRA) per einstweiliger Verfügung daran gehindert, ihre Anweisung zur Einstellung der Beladung und Abfuhr von Erdölprodukten aus der Dangote-Refinery durchzusetzen. Die Entscheidung verhindert vorläufig staatliche Eingriffe in den Betrieb der bislang größten Raffinerie Afrikas.
Die NMDPRA hatte kürzlich eine Anordnung erlassen, die den Transport von Benzin und anderen raffinierten Produkten aus dem gigantischen Industriekomplex bei Lagos untersagte – angeblich aus regulatorischen Bedenken. Doch das Gericht wertete dies als rechtswidrigen Eingriff in die Geschäftsführung des privaten Unternehmens, solange keine abschließende gerichtliche Klärung erfolgt sei.
Die Dangote-Refinery, ein Projekt des Milliardärs Aliko Dangote, soll Nigeria von teuren Kraftstoffimporten entlasten und die eigene Raffinierungskapazität massiv erhöhen. Seit Inbetriebnahme ist sie jedoch wiederholt Ziel regulatorischer und politischer Kontroversen geworden. Die aktuelle gerichtliche Intervention unterstreicht die angespannte Beziehung zwischen staatlichen Aufsichtsbehörden und privatem Großkapital im Energiesektor des Landes.
Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria, AllAfrica – Business