Historischer Nationaldialog in Äthiopien: Über 4.000 Teilnehmer zur Abschlusskonferenz in Addis Abeba

Am Donnerstag hat in Addis Abeba die finale Konferenz des Äthiopischen Nationaldialogs offiziell begonnen. Rund 4.000 Teilnehmer – darunter Politiker, religiöse Führer, Intellektuelle, Jugendvertreter und Repräsentanten ethnischer Gruppen – kamen im African Union Conference Center zusammen, um über die Zukunft des vielfältigen ostafrikanischen Landes zu beraten. Das Gremium wurde 2023 eingerichtet, um nach Jahren gewaltsamer Konflikte, insbesondere im Tigray, einen inklusiven politischen Dialog zu ermöglichen und eine nachhaltige Friedensordnung zu schaffen.

Der Nationaldialog gilt als zentraler Baustein der nationalen Versöhnung unter Premierminister Abiy Ahmed. Ziel der dreitägigen Konferenz ist es, Empfehlungen für eine neue Verfassung, die Reform staatlicher Institutionen sowie die Lösung langjähriger ethnopolitischer Spannungen zu formulieren. Beobachter sehen in der Veranstaltung eine historische Chance, die politische Spaltung des Landes zu überwinden und einen integrativen Staat neu zu definieren.

Die Konferenz steht unter internationalem Beobachterinteresse. Zahlreiche diplomatische Vertreter und afrikanische Organisationen haben ihre Teilnahme bestätigt. Die Hoffnungen sind hoch, dass die Ergebnisse des Dialogs konkrete politische Reformen nach sich ziehen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund bevorstehender Wahlen und anhaltender regionaler Spannungen in Teilen Äthiopiens.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia