Jared Kushner plant neue Investitionen im Rahmen der Abraham-Abkommen mit Blick auf Marokko

Der frühere Berater des US-Präsidenten und Sondergesandte Jared Kushner steht erneut im Zentrum diplomatischer Bemühungen im Nahen Osten und Nordafrika. Wie das Magazin The Africa Report berichtet, setzt Kushner nun darauf, die Abraham-Abkommen durch die Mobilisierung privater Kapitalquellen neu zu beleben. Diese Abkommen, die 2020 die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten – darunter auch Marokko – ermöglichten, sollen nun wirtschaftlich gestärkt werden.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Marokko, das seit der amerikanischen Anerkennung seiner Souveränität über die Westsahara im Jahr 2020 strategisch an Bedeutung gewonnen hat. Kushner plant offenbar, internationale Investoren für große Infrastruktur- und Technologieprojekte in der Region zu gewinnen, wobei Marokko als stabiler Akteur in Nordafrika eine Schlüsselrolle spielen könnte. Obwohl konkrete Projekte noch nicht benannt wurden, deutet sich an, dass wirtschaftliche Anreize die politische Stabilität in der Region festigen sollen.

Die marokkanische Regierung in Rabat könnte von diesen Entwicklungen erheblich profitieren, insbesondere wenn private US-Kapitalgeber stärker in marokkanische Wirtschaftssektoren investieren. Bislang bleibt jedoch unklar, wie genau die neuen Investitionen strukturiert werden sollen und welche Rolle die marokkanischen Behörden dabei übernehmen werden. Die Entwicklung zeigt jedoch, dass Marokko weiterhin im Fokus US-amerikanischer Außenpolitik im afrikanisch-arabischen Raum steht.

Quellen: The Africa Report