Nyamira startet Großimpfaktion gegen Maul- und Klauenseuche – 113.800 Rinder im Fokus

Die kenianische Region Nyamira hat eine großangelegte Impfkampagne gegen die Maul- und Klauenseuche (Foot and Mouth Disease, FMD) gestartet. Gouverneur Amos Nyaribo gab am Montag den offiziellen Startschuss für die Maßnahme, die darauf abzielt, mehr als 113.800 Rinder in der Region zu schützen. Die Krankheit, die vor allem Rinder, Schafe und Ziegen befällt, kann zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen in der Viehwirtschaft führen.

Neben der Impfung wurden auch Finanzhilfen in Höhe von 36,4 Millionen kenianischen Schilling (ca. 300.000 Euro) an lokale Landwirte verteilt. Diese Mittel sollen die Tierhalter dabei unterstützen, ihre Herden gesund zu halten und die Produktivität zu steigern. Gouverneur Nyaribo betonte, dass die Initiative nicht nur die Tiergesundheit verbessere, sondern auch die Ernährungssicherheit und das Einkommen der ländlichen Bevölkerung stärken solle.

Die Maul- und Klauenseuche ist in vielen Teilen Ostafrikas endemisch und erschwert den Export von Fleisch und Milchprodukten, da betroffene Länder von internationalen Märkten ausgeschlossen werden können. Durch die systematische Impfung will Nyamira nicht nur lokale Ausbrüche verhindern, sondern auch die Voraussetzungen für zukünftige Exporte schaffen.

Die Kampagne wird von lokalen Veterinärteams in Zusammenarbeit mit der Landesregierung durchgeführt. Mobile Impfstationen werden abgelegene Gebiete erreichen, um eine flächendeckende Durchimpfung sicherzustellen. Experten sehen in solchen regionalen Initiativen einen entscheidenden Schritt zur Stabilisierung der Agrarwirtschaft in ländlichen Gebieten Kenias.

Quellen: AllAfrica – Kenya, AllAfrica – East Africa